Die meisten Fleischfressenden Pflanzen verfügen über ein schwach ausgebildetes Wurzelwerk und können deshalb lange Zeit in ein und demselben Blumentopf bleiben. Beim Umtopfen muss also kein größerer Topf gewählt werden. Wenn also umgetopft wird, geschieht das selten aus Gründen des Platzmangels. Einzige Ausnahmen sind die Kannen- und Schlauchpflanzen, da sie schnell und kräftig wachsen und recht groß werden können.

Das Umtopfen der Fleischfressenden Pflanzen wird erforderlich, weil sich das Substrat, insbesondere der Torf, im Laufe der Monate zu stark zersetzt, seine Fähigkeit verliert, Wasser zu speichern und die Karnivore nicht mehr optimal ernähren kann.

Die meisten Karnivoren werden deshalb ein Mal im Jahr umgetopft und in frisches Substrat gepflanzt. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr. Da einige Karnivoren-Arten sehr empfindliche Wurzeln besitzen wie z.B. einige Zwerg- Sonnentau- Arten und auch die Pinguicula (Fettkräuter), sollte das Umtopfen sehr vorsichtig geschehen, um die feinen Wurzeln nicht zu verletzen.

Das frische Pflanzsubstrat muss „sauer“, ungedüngt und strukturstabil sein und sehr gut Wasser speichern können. Am besten geeignet ist Weißtorf, dessen Beschaffenheit durch das Beimengen von Perlite, Kokosfasern oder Quarzsand aufgelockert wird.

Auf gar keinen Fall darf herkömmliche Blumenerde verwendet werden, da die Pflanze diese absolut nicht verträgt und sofort eingeht. Auch Orchideenerde oder Substrat ist nicht zu empfehlen. Während des Umtopfens können abgestorbene Pflanzenteile vorsichtig mit entfernt werden.