Grundsätzlich benötigen die Karnivoren sehr viel Licht. Je heller sie stehen, desto besser wachsen sie. Am besten ist ein Fenster an der Ost- oder Westseite geeignet. Beim Gießen darf nur kalkfreies Wasser verwendet werden, da die Karnivoren den Kalk nicht vertragen.

Wer die Möglichkeit hat, sollte Regenwasser sammeln und die Pflanzen damit gießen. Handelt es sich nur um wenige Pflanzen kann auch destilliertes Wasser gekauft werden. Gekochtes und abgestandenes Wasser ist nicht zu empfehlen, da diesem Wasser einige wichtige Stoffe fehlen.

Sehr wichtig für ein gutes Gedeihen der Pflanze ist die Luftfeuchtigkeit. Sie sollte bei ca. 60% bis 70% liegen. Die Karnivoren dürfen nicht in der Nähe einer Heizung oder eines Ofens ihren Platz haben. Die trockene Luft lässt ihre Blätter eintrocknen. Bis auf die Kannenpflanze (Nepenthes), die das Besprühen mag, vertragen die anderen Arten das Befeuchten der Blätter nicht so gut.

Damit die Karnivoren optimale Bedingungen vorfinden, kann man sie in Gruppen in eine Schale mit ein bis zwei Zentimeter hohem stellen. Auch ein Aquarium ist ein geeigneter Standort für die „Fleischfresser“. Hier finden sie alles was sie benötigen.

Karnivoren müssen nicht gedüngt werden. Im Spezial- Substrat sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Auch ein Füttern mit Insekten ist nicht nötig. Doch ist es natürlich sehr faszinierend, die Pflanze bei ihrer Fangmethode zu erleben.

Verfüttert werden nur lebendige Mücken oder Fliegen, und diese sollten auch nicht zu groß sein, da die Pflanze das Insekt sonst nicht optimal zersetzen und verdauen kann. Die verbleibenden Reste beginnen dann zu schimmeln und können die Pflanze schädigen.