Damit fleischfressende Pflanzen auch zu Hause auf der Fensterbank und im Garten kräftig wachsen und gedeihen, sollten sie einen ähnlichen Lebensraum vorfinden wie an ihrem natürlichen Standort. Obwohl sie mit der Fangfalle kleine Insekten und Spinnen erbeuten und zersetzen können, müssen sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Das geschieht am besten mit einem speziellen Substrat für Fleischfressende Pflanzen. Karnivorenerde kann in der Regel im Internet oder in gut sortierten Gartencentern bestellt werden und sollte zum Einsatz kommen, wenn man die Pflanzen umtopft.

Bestandteile von Karnivorensubstrat

Der Hauptbestandteil des Substrates für Karnivoren ist Weißtorf. Allerdings reicht Weißtorf nicht immer aus, um die Pflanze beim Wachsen zu unterstützen. Einige Bestandteile sollten noch hinzugefügt werden. Da es kein einheitliches Substrat für Karnivoren gibt, sollte das Substrat, abgestimmt auf die jeweilige Karnivorenart oder Gattung, zusammengestellt werden. In kompetenten Fachgeschäften ist das kein Problem.

Weißtorf besteht aus zersetztem Torfmoos, enthält keine Düngemittel, ist völlig naturbelassen und luftdurchlässig. Er kann lange Wasser speichern und sorgt für den erforderlichen, niedrigen pH-Wert.

Sand dient der Auflockerung des Substrates und nimmt in trockenem Zustand sehr schnell Wasser auf. Allerdings speichert Sand das Wasser schlecht. Zu bevorzugen ist grober Quarzsand.

Bei Perlite handelt es sich um poröses Vulkangestein, das den Boden lockert, das Substrat verbessert und gut das Wasser speichert. Dieses Gestein ist in der Lage, Feuchtigkeit und Luft aufzunehmen und lange zu speichern.

Vermiculit ist ein bräunliches, schieferartiges, mineralisches und keimfreies Gestein, das sehr schnell Wasser aufnimmt und sich durchlüftend auf das Substrat auswirkt. Es unterstützt das Wachstum der Karnivore, indem es die Wurzelbildung anregt.

Quarzkies ist in grober, mittlerer und feiner Körnung erhältlich. Der strukturstabile Quarzkies sollte kalkfrei und gewaschen sein und kann jedem Substrat zugegeben werden. Er dient als Auflockerung und nimmt in trockenem Zustand sehr schnell wieder Flüssigkeit auf.

Darüber hinaus können auch Pinienrinde, Schwarztorf, Muschelkalk und Kokosfasern als Bestandteile dem Substrat zugefügt werden. Auch Orchideenerde ist für einige robustere Arten gut geeignet.

Soll man Fleischfressende Pflanzen düngen?

Es gibt ganz wenige Ausnahmen der Karnivoren, die hin und wieder gedüngt werden sollten. Doch der überwiegende Teil der fleischfressenden Pflanzen wird nie gedüngt. Sie vertragen die Düngung einfach nicht und gehen ein.