Die meisten Arten der fleischfressenden Pflanzen (Karnivoren) verfügen an ihren natürlichen Standorten über eine optimale Menge an Licht. Das benötigen sie unbedingt, um zu überleben. Es gibt Karnivoren, die sogar auf anderen Pflanzen aufsitzen, um dem Sonnenlicht näher zu sein. Diese Karnivoren werden Epiphyten genannt und sind keine Schmarotzer, denn sie schädigen die Wirtspflanze nicht.

Bis auf wenige Arten der Gattung Nepenthes (Kannenstrauchgewächse) und Pinguicula (Fettkräuter), die an halbschattigen Plätzen gut wachsen, benötigen
fleischfressende Pflanzen viel Licht für die Photosynthese, die Blütenbildung und für ihre individuellen Wachstums- und Ruhephasen.

Bei optimalen Lichtbedingungen nehmen die Blätter vieler Karnivoren wunderschöne Färbungen an. Helle und sonnige Fensterbänke an einem Ost- oder Westfenster bieten sehr gute Wachstumsbedingungen.

Bei Süd- Fenstern ist etwas Vorsicht geboten, da hier besonders im Sommer eine Überhitzung oder Verbrennung der Pflanze drohen kann. In Gewächshäusern finden fleischfressende Pflanzen sehr gute Lichtverhältnisse vor, nur sollte unbedingt auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden, um eine Überhitzung zu verhindern.

Wenn Karnivoren in Innenräumen kultiviert werden sollen, kann der Einsatz künstlicher Lichtquellen erforderlich werden. Auch die dunklen Wintermonate sollten mit Hilfe künstlichen Lichtes überbrückt werden. Geeignet sind Leuchtstoffröhren mit den entsprechenden Lichtfarben (neutralweiß/Tageslicht). Allerdings besitzen Leuchtstoffröhren eine etwas zu geringe Strahlungsintensität, so dass der Abstand zur Pflanze nicht zu groß sein darf. Sobald die Lichtintensität der Röhre nachlässt, was bereits nach einem Jahr geschehen kann, muss sie ausgetauscht werden.