Fleischfressende Pflanzen (Karnivoren) sind hoch spezialisierte Pflanzen, die selbst in nährstoffarmen Gebieten überleben können. Sie wachsen auf kargen Untergründen, auf denen keine andere Pflanzenart überleben würde und decken ihren Nährstoffbedarf zum großen Teil durch den Fang kleiner Insekten. So wachsen sie, blühen und vermehren sich. Werden Karnivoren kultiviert, erhalten sie ein spezielles, nährstoffreiches Substrat, das ein Füttern durch den Menschen überflüssig macht.

Doch es ist natürlich sehr interessant, zu erleben, wie der Fangmechanismus der Karnivoren funktioniert. Es ist spannend und geheimnisvoll zugleich. Wenn also gelegentlich aus Demonstrationsgründen gefüttert wird, dann nur mit lebendigen Insekten. Auch wenn sich die Fallgruben und Klebefallen willig öffnen und auf bereits tote Tiere oder Speisereste reagieren, sollte eine Fütterung mit ihnen unterbleiben. Aufgrund der fehlenden Bewegungsreize werden tote Insekten nicht zersetzt. Die zurück bleibenden Reste der Insekten beginnen zu faulen und zu schimmeln, lassen schließlich die Falle absterben und können auf die ganze Pflanze übergreifen.

Die Gefahr des Schimmelns besteht auch dann, wenn mit zu großen Insektengefüttert wird. Auch sie sind für die Pflanze nicht vollständig zu verdauen, so dass es auch in diesem Fall zu Schimmelbildung kommt. Ein zu häufiges Füttern kann zum Absterben der Blätter führen wie z.B. bei der Venusfliegenfalle. Die Kräfte ihrer Blätter reichen nur für ein bis zu siebenmaliges Zuschnappen und drei Mal ist sie in der Lage, ein Insekt zu verdauen, dann ist die Kraft der Blätter erschöpft und sie sterben ab.