Das Ursprungsland der Fettkräuter ist Mittelamerika, und auch heute leben dort noch die meisten Arten. Doch Fettkräuter konnten sich immer schon ihrer Umgebung anpassen und wuchsen sogar auf Felsgestein. Sie kommen fast überall vor und sind zu beliebten Zierpflanzen geworden.

Sie sind relativ anspruchslos und leicht zu pflegen und werden deshalb auch gern als Einsteigerpflanze betrachtet. Die Gattung der Fettkräuter gehört zu der großen Familie der Wasserschlauchgewächse.

Fettkräuter gedeihen an einem hellen, luftigen Platz und kommen mit äußerst wenig Sonne aus. Am besten stehen sie an einem Ost- Westfenster. DasPflanzsubstrat sollte stets feucht, jedoch nicht zu nass gehalten werden. Am besten ist, die Pflanze auf einen mit Wasser gefüllten Untersetzer zu stellen, so dass sie sich bei Bedarf bedienern kann. Ist das Wasser verbraucht wird einfach nur nachgegossen. Als Gießwasser kommt nur Regenwasser oder destilliertes Wasser infrage.

Im Sommer können Fettkräuter auf der Terrasse oder im Garten stehen, bei Frostgefahr benötigen sie aber einen ca. 12°C kalten Platz zum Überwintern. In den Wintermonaten wird die Pflanze nur sehr sparsam gegossen.

In Deutschland sind zwei Arten der Fettkräuter heimisch geworden. Dabei handelt es sich um die Arten Pinguicula alpina und Pinguicula vulgaris. Ein besonders interessantes Merkmal der Fettkräuter ist, dass sich ihre Blätter im Winter zu Kugeln zusammenziehen (Hibernaculum) können, so dass die Pflanze während ihrer winterlichen Ruhepause sehr gut geschützt ist.